Aus einem reinen Konsumenten wird der treibende Motor für Innovation. Wer als Unternehmen bestehende und zukünftige Benutzer kontinuierlich einbindet, und auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingeht, profitiert selbst: Ergebnisse werden rascher und zielgruppengerechter gewonnen, Fehlerraten werden minimiert, der Ressourceneinsatz optimiert.
„Greift ein Unternehmen ausschließlich auf den internen Ideenpool zurück, bleibt ein großer Teil des Innovationspotenzials ungenutzt. Und die Gefahr ist hoch, dass viele dieser Entwicklungen im Markt nicht überleben, sofern sie ihn überhaupt erreichen“, sagt Manfred Tscheligi, Eigentümer und Geschäftsführer Usecon sowie Universitätsprofessor für Human-Computer-Interaction & Usability am ICT&S, Universität Salzburg. Das Unternehmen Usecon hat sich auf Beratungsleistungen für sämtliche Tätigkeiten im Rahmen der benutzerorientierten Gestaltung von interaktiven Systemen spezialisiert.

A1 InnovationDays 2009
Nutzer für Nutzer
Die Ideen, die nachhaltig den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer angepasst sind, kommen von eben diesen selbst: In Workshops, Feldtests, oder Befragungen werden Ideen generiert, Probleme und Lösungen besprochen und Produkte bis zu einem gewissen Grad auch „vorentwickelt“. Durch die systematische Einbindung von Benutzern in allen Phasen der Produkt- und Service-Entwicklung – von der Analyse über die Ideengenerierung bis zum konkreten Design und der Überprüfung – werden Flopraten reduziert und die Überlebenschancen des nächsten Produkts bzw. Services am hart umkämpften Markt erhöht.
Dabei dürfen aber nie die unterschiedlichen Anwendergruppen und Nutzungskontexte außer Acht gelassen werden. „Es macht z. B. einen großen Unterschied, ob eine Anwendung zu Hause am Notebook oder auf einem Smartphone in der Straßenbahn bedient wird“, führt Manfred Tscheligi aus. „Bei mobilen Geräten etwa muss man die Bildschirmgröße oder -auflösung, die Kosten für Datenübertragung oder eingeschränkte Navigations- und Interaktionselemente mitdenken.“ Solche Aspekte können im Zuge eines Usability Tests mit tatsächlichen Benutzern im korrekten Anwendungskontext überprüft und evaluiert werden – eine richtige User Experience also.

User Experience Test mit einem Mobiltelefon
User Experience in der mobilen Zukunft
Auch im Umgang mit mobilen Geräten ist das positive Benutzungserlebnis und dessen Evaluierung von großer Bedeutung. Denn mobile Devices werden intelligenter und umfangreicher in Kontext und Bedienung. „Mobile Geräte versorgen uns mit Informationen zu unserer Umgebung und stellen die wichtigste Schnittstelle zur digitalen Welt dar. Sensoren ermöglichen, dass unser Smartphone weiß, wo wir sind, was wir tun, warum wir es tun und in welcher Stimmungslage wir uns dabei befinden“, erklärt Manfred Tscheligi. Die Verschmelzung von realer Umgebung und digitaler Welt wird durch mobile Geräte perfekt. Die Innenseite einer Brille kann als Display dienen, der unsichtbare Knopf im Ohr ist Kommunikationsschnittstelle und die Bedienung erfolgt über Gesten und minimale Bewegungen der Finger. So oder so ähnlich könnte die mobile Zukunft aussehen. Im Zentrum der Weiterentwicklung steht in jedem Fall das wichtigste Element: der Mensch.











